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	<title>tapastalatukat &#187; 1000 Bücher</title>
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		<title>tapastalatukat &#187; 1000 Bücher</title>
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		<title>Alexander Hohenstein: Wartheländisches Tagebuch 1941/42 (1000 Bücher: 10)</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 11:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Hohenstein: Wartheländisches Tagebuch 1941/42, München 1963.
Der unter Pseudonym schreibende Verfasser wurde Ende 1940 aus dem &#8222;Altreich&#8220; strafversetzt ins Wartheland: Denjenigen Teil des besetzten Polens, den die Deutschen germanisieren und dem Reich vollkommen anschließen wollten. Hohenstein wird in einer Kleinstadt als Bürgermeister eingesetzt. Er ist dem Nationalsozialismus durchaus nicht feindlich gesinnt, ist Parteimitglied. Dennoch legt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=518&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000BGN0D?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0000BGN0D" target="_blank">Alexander Hohenstein: Wartheländisches Tagebuch 1941/42, München 1963.</a></p>
<p>Der unter Pseudonym schreibende Verfasser wurde Ende 1940 aus dem &#8222;Altreich&#8220; strafversetzt ins <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wartheland" target="_blank">Wartheland</a>: Denjenigen Teil des besetzten Polens, den die Deutschen germanisieren und dem Reich vollkommen anschließen wollten. Hohenstein wird in einer Kleinstadt als Bürgermeister eingesetzt. Er ist dem Nationalsozialismus durchaus nicht feindlich gesinnt, ist Parteimitglied. Dennoch legt er sich wegen seiner gegenüber Polen und Juden menschlich einigermaßen korrekten Amtsführung im Laufe des Jahres 1941 heftig mit seinen Vorgesetzten, insbesondere mit der NSDAP, an, entgeht knapp einer Verurteilung, wird schließlich entlassen und muss das Wartheland verlassen.</p>
<p>Hohensteins Tagebuchaufzeichnungen sind aus mehreren Gründen interessant. Zum einen wird hier auf der lokalen Ebene im &#8222;Osten&#8220; deutlich, wie die Besetzung Polens funktionierte, wie arrogant die Deutschen gegenüber dem besiegten Volk auftraten, wie willkürlich die Unterscheidung zwischen Polen und begünstigten &#8222;Volksdeutschen&#8220; gezogen wurde und welche drastischen Konsequenzen daran hingen. Im Wartheland versuchte sich das III. Reich an einer Kolonialpolitik der unappetitlichsten Sorte.</p>
<p>Zum zweiten beschreibt Hohenstein sehr anschaulich die Freiräume und Begrenzungen eines Parteifunktionärs auf niederer Ebene. Weit weg von Hitlers Reichskanzlei sind es sehr unangenehme Gestalten, die im Namen der NSDAP auftreten und Autorität ausüben. Der Staat, den Hohenstein als gewissenhafter Verwaltungsbeamter vertritt, ist von der Partei kolonialisiert worden.</p>
<p>Zum dritten schließlich liefert Hohenstein ein bedrückendes Bild davon, wie in einer polnischen Stadt der Holocaust ablief. Der Kontakt Hohensteins zu den bereits im Ghetto lebenden Juden der Stadt zieht sich wie ein roter Faden durch den Band, bevor &#8211; während Hohenstein im Urlaub war &#8211; die Juden grausam deportiert und bald darauf ermordet wurden. Gleichzeitig zeigt sich, dass Hohenstein selbst zwar erschüttert ist ob dieses Verbrechens, aber nicht die Dimension und die Konsequenzen begreift. Auch nach dem Verschwinden der Juden herrscht Business as Usual, und bei der Abreise aus dem Wartheland verliert Hohenstein über ihre Tötung kein Wort.</p>
<p>Auch wenn autobiografische Berichte immer mit einer gewissen Skepsis zu lesen sind, so handelt es sich doch bei Hohensteins Buch um einen Bericht, der auf ganz praktischer Ebene verständlicher macht, wie das nationalsozialistische Regime funktionieren konnte.</p>
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		<title>Kressmann Taylor: Adressat unbekannt (1000 Bücher: 9)</title>
		<link>http://tapastalatukat.wordpress.com/2009/07/03/kressmann-taylor-adressat-unbekannt-1000-bucher-9/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 20:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Kressmann Taylor: Adressat unbekannt, New York 1938.
Der Holocaust ist ein Verbrechen, welches selbst in der Rückschau schwer begreiflich ist. Umso mehr Anerkennung gebührt der amerikanischen Journalistin Kressmann Taylor, die bereits 1938 den Völkermord an den Juden erschreckend weitgehend vorausgeahnt hat.
&#8222;Adressat unbekannt&#8220; ist ein dünnes Büchlein, das mit einem Vorwort von Elke Heidenreich gerade einmal 60 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=492&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499230933?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499230933" target="_blank">Kressmann Taylor: Adressat unbekannt, New York 1938.</a></p>
<p>Der Holocaust ist ein Verbrechen, welches selbst in der Rückschau schwer begreiflich ist. Umso mehr Anerkennung gebührt der amerikanischen Journalistin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kressmann_Taylor" target="_blank">Kressmann Taylor</a>, die bereits 1938 den Völkermord an den Juden erschreckend weitgehend vorausgeahnt hat.</p>
<p>&#8222;Adressat unbekannt&#8220; ist ein dünnes Büchlein, das mit einem Vorwort von Elke Heidenreich gerade einmal 60 Seiten umfasst. Es gibt den fiktiven Briefwechsel eines amerikanischen Juden und eines Deutschen zur Zeit der Machtergreifung Hitlers wieder. Am Anfang noch Geschäftspartner und Freunde, wird der Deutsche bald zum Anhänger des Nationalsozialismus und die Freundschaft wird zu Feindschaft, bevor der eine am Ende den anderen umbringt. Dies geschieht aber auf so perfide und für den Leser nicht vorhersehbare Weise, dass man erst auf der letzten Seite bemerkt, welches Spiel der eine mit dem anderen gespielt hat. Im Gegensatz zu Elke Heidenreich verrate ich hier nicht, wie. Auf jeden Fall sollte der Leser Heidenreichs Vorwort überblättern und gleich den eigentlichen Text lesen.</p>
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		<title>Georg Büchner: Der Hessische Landbote (1000 Bücher: 8)</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 10:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Georg Büchner: Der Hessische Landbote, Offenbach 1834.
Vor ein paar Tagen fiel mir ein altes Reclam-Heft aus vergangenen Schülertagen in die Hände: Georg Büchners Hessischer Landbote. Die 17 Seiten waren schnell (während der Wartezeit beim Friseur) gelesen. Büchner hat dieses Pamphlet 1834 verfasst; er wollte die von der adeligen Herrschaft unterdrückte Bevölkerung wachrütteln und zu einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=469&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3150079551?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3150079551" target="_blank">Georg Büchner: Der Hessische Landbote, Offenbach 1834.</a></p>
<p>Vor ein paar Tagen fiel mir ein altes Reclam-Heft aus vergangenen Schülertagen in die Hände: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_B%C3%BCchner" target="_blank">Georg Büchner</a>s <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hessische_Landbote" target="_blank">Hessischer Landbote</a>. Die 17 Seiten waren schnell (während der Wartezeit beim Friseur) gelesen. Büchner hat dieses Pamphlet 1834 verfasst; er wollte die von der adeligen Herrschaft unterdrückte Bevölkerung wachrütteln und zu einem Aufstand bewegen nach Vorbild der Französischen Revolution: &#8222;Friede den Hütten! Krieg den Palästen!&#8220;. Das wusste ich noch aus meinem Grundkurs Deutsch. Aber bei der erneuten Lektüre sind mir noch zwei neue Punkte aufgefallen.</p>
<p>Zum einen ist der Text von vorne bis hinten mit religiöser Metaphorik durchsetzt und stellt die gewünschte Revolution auch in einen heilsgeschichtlichen Kontext: &#8222;Deutschland ist jetzt ein Leichenfeld, bald wird es ein Paradies sein.&#8220; Auf jeder Seite des Aufrufs wird das Geschehen der Vergangenheit und die Revolution der Zukunft religiös erklärt, wird Gott sogar als Verantwortlicher genannt für geschehenes Unrecht:</p>
<blockquote><p>Weil das deutsche Reich morsch und faul war und die Deutschen von Gott und von der Freiheit abgefallen waren, hat Gott das Reich zu Trümmern gehen lassen, um es zu einem Freistaat zu verjüngen. Er hat eine Zeitlang den Satansengeln Gewalt gegeben, daß sie Deutschland mit Fäusten schlügen</p></blockquote>
<p>Büchners Aufruf endet:</p>
<blockquote><p>Ihr wühlet ein langes Leben die Erde auf, dann wühlt ihr euren Tyrannen ein Grab. Ihr bauet die Zwingburgen, dann stürzt ihr sie und bauet der Freiheit Haus. Dann könnt ihr eure Kinder frei taufen mit dem Wasser des Lebens. Und bis der Herr euch ruft durch seine Boten und Zeichen, wachet und rüstet euch im Geiste und betet ihr selbst und lehrt eure Kinder beten: &#8222;Herr, zerbrich den Stecken unserer Treiber und laß dein Reich zu uns kommen &#8211; das Reich der Gerechtigkeit. Amen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Mich hat diese religiöse Rhetorik sehr an islamische Heilsversprechen der Gegenwart erinnert (auch wenn es da natürlich große Unterschiede gibt). Büchners Revolution, wenn sie denn gekommen wäre, wäre eine sehr fromme Revolution gewesen.</p>
<p>Die zweite bemerkenswerte Eigenschaft an Büchners Text betrifft die soziale Frage. Der <em>Hessische Landbote</em> prangert nicht nur die mangelnde Freiheit an, sondern auch die himmelschreiende soziale Ungerechtigkeit des Spätfeudalismus:</p>
<blockquote><p>Der Bauer geht hinter dem Pflug, der Vornehme aber geht hinter ihm und dem Pflug und treibt ihn mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm die Stoppeln. Das Leben des  Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Äcker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen.</p></blockquote>
<p>Doch geht es Büchner nicht um staatliche Transferleistungen, sondern um eine Reduzierung der Steuerlast. Detailliert schildert Büchner, Haushaltsposten für Haushaltsposten, wer die Steuern zahlt und wofür sie verwendet werden. Die soziale Frage, so bekommt man den Eindruck, ließe sich nach Büchners Vorstellung vor allem durch Steuersenkungspolitik und Bürokratieabbau lösen:</p>
<blockquote><p>Für das Ministerium des Innern [...] werden bezahlt 1.110.607 Gulden. Dafür habt ihr einen Wust von Gesetzen, zusammengehäuft aus willkürlichen Verordnungen aller Jahrhunderte, meist geschrieben in einer fremden Sprache. Der Unsinn aller vorigen Geschlechter hat sich darin auf euch vererbt, der Druck, unter dem sie erlagen, sich auf euch fortgewälzt.</p></blockquote>
<p>Für Büchner gehen Freiheitlichkeit und eine Verbesserung der sozialen Frage Hand in Hand. Ein freiheitlicher Staat ist die Bedingung für ein menschenwürdiges Leben. Von Büchner könnten viele linke Politiker, die allein in Umverteilung die Lösung von sozialen Missständen sehen, eine Menge lernen.</p>
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		<title>Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein (1000 Bücher: 7)</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 09:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein, München 1983.
Hier kann ich es kurz machen. Watzlawick und ich sind miteinander nicht warm geworden. Vielleicht lag es daran, dass ich das Buch als Wartezimmerlektüre ausgesucht hatte, vielleicht daran, dass ich mich nicht als unglücklichen Mensch beschreiben würde. Gut, manche der Mechanismen, mit denen wir uns unsere eigene Existenz schwerer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=471&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492221009?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3492221009" target="_blank">Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein, München 1983.</a></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.flickr.com/photos/sebastiangalka/3581230154/"><img title="Sagrada Familia, Barcelona, Westfassade (Detail)" src="http://farm4.static.flickr.com/3560/3581230154_ed2aafefed.jpg" alt="O je! O weh! Was soll ich tun? Mich faßt Verzweiflung! O Jammer und Not! Ojeoje, ojemine! Die Sorgen! O Verzweiflung! O drohend Ungemach! Ach, ach, so grauenvolle Untat ward noch nie begangen! O weia, o weia!" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">O je! O weh! Was soll ich tun? Mich faßt Verzweiflung! O Jammer und Not! Ojeoje, ojemine! Die Sorgen! O Verzweiflung! O drohend Ungemach! Ach, ach, so grauenvolle Untat ward noch nie begangen! O weia, o weia!</p></div>
<p>Hier kann ich es kurz machen. Watzlawick und ich sind miteinander nicht warm geworden. Vielleicht lag es daran, dass ich das Buch als <a href="http://tapastalatukat.wordpress.com/2009/05/25/kleine-statistik-uber-meinen-zeitvertreib-seit-sonntag-morgen/" target="_blank">Wartezimmerlektüre</a> ausgesucht hatte, vielleicht daran, dass ich mich nicht als unglücklichen Mensch beschreiben würde. Gut, manche der Mechanismen, mit denen wir uns unsere eigene Existenz schwerer machen als notwendig, kamen mir bekannt vor, sei es aus eigener Erfahrung oder aus der Beobachtung der Mitmenschen. Aber ich fand das alles dermaßen zäh erzählt, dass ich nach knapp drei Vierteln das Buch aus der Hand gelegt habe.</p>
Posted in 1000 Bücher  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tapastalatukat.wordpress.com/471/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tapastalatukat.wordpress.com/471/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tapastalatukat.wordpress.com/471/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tapastalatukat.wordpress.com/471/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tapastalatukat.wordpress.com/471/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tapastalatukat.wordpress.com/471/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tapastalatukat.wordpress.com/471/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tapastalatukat.wordpress.com/471/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tapastalatukat.wordpress.com/471/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tapastalatukat.wordpress.com/471/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=471&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Johanna Adorján: Eine exklusive Liebe (1000 Bücher: 6)</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 11:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Journal]]></category>

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		<description><![CDATA[Johanna Adorján: Eine exklusive Liebe, München 2009.
Am 13. Oktober 1991 brachten meine Großeltern sich um.
Das ist der Paukenschlag, mit dem die Journalistin Johanna Adorján ihr Buch anfängen lässt. Sie erzählt, was ihre Großeltern, Vera und Istvan, am letzten Tag ihres Lebens gemacht haben, was und wie sie miteinander gesprochen haben, wie sie sich auf die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=403&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
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<blockquote><p>Am 13. Oktober 1991 brachten meine Großeltern sich um.</p></blockquote>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.flickr.com/photos/sebastiangalka/3015714865/in/set-72157607580677161/"><img title="Friedhof in Budapest" src="http://farm4.static.flickr.com/3053/3015714865_afa0eeb0e2.jpg" alt="Friedhof in Budapest" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">Friedhof in Budapest</p></div>
<p>Das ist der Paukenschlag, mit dem die Journalistin Johanna Adorján ihr Buch anfängen lässt. Sie erzählt, was ihre Großeltern, Vera und Istvan, am letzten Tag ihres Lebens gemacht haben, was und wie sie miteinander gesprochen haben, wie sie sich auf die technische Durchführung des Selbstmordes vorbereiteten und gleichzeitig ihre Dinge ordneten für die Zeit danach: Der Hund wird (unter einem Vorwand) zu einem befreundeten Ehepaar gebracht, es wird ein Kuchen gebacken für die Kinder und Enkel (zu Weihnachten), außerdem Geschenke gepackt für die Familie. Der todkranke Istvan, Arzt, ist damit beschäftigt, hunderte von Schlafmittelkapseln aufzuschneiden und den Wirkstoff zu entnehmen, damit er am Abend, mit Wasser geschluckt, schneller wirkt als in der Gelatinekapsel.</p>
<p>In Rückblenden, die sich in die fiktive Erzählung dieses letzten Tages schieben, setzt Adorján das Leben der beiden kriminalistisch-akkurat zusammen. Beide stammen aus dem jüdischen Großbürgertum Budapests. Die Verfolgung durch die Nazis überleben sie, wenn auch knapp &#8211; Istvan war im KZ, als der Krieg endete. Nach dem Krieg arrangiert man sich mit den neuen Umständen, wird Sozialist aus Pragmatismus, nicht aus Überzeugung. 1956 schließlich, nachdem der Aufstand Anfang November gescheitert ist, fliehen sie (mit den Kindern) über die Grenze nach Österreich und beginnen schließlich ein neues Leben in einem Vorort von Kopenhagen.<br />
Diese Geschichte einer jüdischen Familie bildet den roten Faden, der sich durch die Erzählung Adorjáns zieht. Vordergründig rekonstruiert sie Leben und Sterben ihrer Großeltern, besucht deren noch lebende Bekannte, fährt zu den Schauplätzen ihres Lebens, forscht in dem kümmerlichen Nachlaß. Eigentlich aber ist Adorján auf der Suche nach ihren eigenen ungarisch-jüdischen Wurzeln, nach einem verschütteten Teil ihrer Identität. Sie ärgert sich darüber, dass sie kaum ein Wort ungarisch versteht. Sie wirft ihren Großeltern nicht vor, dass sie sich umgebracht haben &#8211; dafür äußert sie sogar beim Besuch eines Pflegeheims Verständnis &#8211; aber sie ist ihnen böse, weil sie ihr jüdisches Erbe nicht weitergegeben haben in der Familie, dass eine lange Tradition abgerissen ist.</p>
<p>Johanna Adorján ist ein gleichzeitig sehr nüchternes und sehr bewegendes Buch gelungen. Sie richtet nicht über ihre Großeltern, erhebt keine Besitzansprüche auf ihre Lebensgeschichte. Erst dieser Respekt Adorjáns vor ihren Großeltern gibt der Collage die ungeheure Tragkraft, die sie auf jeder einzelnen Seite besitzt.</p>
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		<title>Alberto Moravia: Die Lichter von Rom (1000 Bücher: 5)</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 20:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Alberto Moravia: Die Lichter von Rom. Neue römische Erzählungen, aus dem Italienischen übersetzt von Katarina Helmling, München 1965.
Alberto Moravia ist ein Schriftsteller, den heute kaum jemand kennt. Dabei wurde er um 1970 sogar als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, wie ich einem Rezensionstext der Welt am Sonntag entnehme, der auf dem Umschlag meines uralten rororo-Heftchens [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=367&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
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<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/sebastiangalka/3229318458/"><img title="Die Lichter von Rom " src="http://farm4.static.flickr.com/3255/3229318458_91dbd18868.jpg" alt="Die Lichter von Rom (Via Nazionale, Mai 1998)" width="500" height="328" /></a><p class="wp-caption-text">Die Lichter von Rom (Via Nazionale, Mai 1998)</p></div>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Moravia" target="_blank">Alberto Moravia</a> ist ein Schriftsteller, den heute kaum jemand kennt. Dabei wurde er um 1970 sogar als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, wie ich einem Rezensionstext der Welt am Sonntag entnehme, der auf dem Umschlag meines uralten rororo-Heftchens (vom Flohmarkt) abgedruckt ist.</p>
<p>Moravias <em>racconti romani</em> sind kurz: keine ist länger als sechs Seiten, und das macht die Lektüre recht angenehm, weil man sie immer mal zwischendurch lesen kann. Er erzählt kleine Episoden aus dem Alltag der einfachen Menschen, immer aus der Perspektive eines Ich-Erzählers. Heute gibt es ja gar keine &#8222;einfachen Leute&#8220; &#8211; in diesem positiven Sinne verstanden &#8211; mehr, aber vor 40 Jahren muss das in Italien noch anders gewesen sein: Die Geschichten sind voll mit Arbeitern, Tankwarten, Kaffeebarangestellten, Blumenverkäuferinnen, die im Leben nicht viel mehr vorhaben als über die Runden zu kommen, vielleicht zu heiraten und ein kleines wenig sozialen Aufstieg zu schaffen:</p>
<blockquote><p>Du hast leicht reden, du bist immer in Rom. Hast Du denn eine Ahnung, was es heißt, in Campagnano zu leben? Bestimmt nicht. Hier in Rom gibt&#8217;s doch Geschäfte, Kinos, Cafés, Autos, Straßen, auf denen Betrieb ist, und Lichter -</p></blockquote>
<p>Moravia streut in die Erzählungen viele Namen von Straßen und Plätzen in Rom ein, und die Protagonisten trinken meistens entweder Espresso in der Kaffeebar oder Wein aus offenen Flaschen in der Osteria. Dabei ist all das, was erzählt wird, nie kitschig, sondern in bestem Sinne unterhaltend. &#8211; Empfehlenswert!</p>
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		<title>Reinhold Conrad Muschler: Die Unbekannte (1000 Bücher: 4)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 19:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Reinhold Conrad Muschler: Die Unbekannte. Novelle, Düsseldorf 1934.
Irgendwann um das Jahr 1900 wurde in Paris die Leiche einer jungen Frau aus der Seine gezogen. Aus Gründen, die heute nicht mehr nachvollzogen werden können, wurde von ihrem friedlichen, ja andeutungsweise lächelndem Gesicht eine Totenmaske genommen. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten entwickelte sich dann die Mode [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=358&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000EB0Z2?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0000EB0Z2" target="_blank"><em><em><em><em>Reinhold Conrad Muschler: Die Unbekannte. Novelle, Düsseldorf 1934.</em></em></em></em></a></p>
<div id="attachment_359" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-359" title="L'Inconnue de la Seine" src="http://tapastalatukat.files.wordpress.com/2009/01/inconnue.jpg?w=200&#038;h=268" alt="L'Inconnue de la Seine" width="200" height="268" /><p class="wp-caption-text">L&#39;Inconnue de la Seine (Photographische Rekonstruktion auf Basis der Totenmaske)</p></div>
<p>Irgendwann um das Jahr 1900 wurde in Paris die Leiche einer jungen Frau aus der Seine gezogen. Aus Gründen, die heute nicht mehr nachvollzogen werden können, wurde von ihrem friedlichen, ja andeutungsweise lächelndem Gesicht eine Totenmaske genommen. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten entwickelte sich dann die Mode unter Künstlern und Intellektuellen, sich eine Kopie dieser Totenmaske in die Wohnung zu hängen.</p>
<p>In den folgenden Jahrzehnten wurde die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Unbekannte_aus_der_Seine" target="_blank"><em>Inconnue de la Seine</em></a> von einer ganzen Reihe von Autoren als Grundlage für literarische Werke genommen. Interessanterweise war dabei neben der französischsprachigen Literatur gerade die deutschsprachige Literatur rege beteiligt. Der Roman &#8222;Die Unbekannte&#8220; von Muschler wurde sogar ein Bestseller.</p>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt: Muschler verlegt die Geschichte von der Jahrhundertwende in die damalige Gegenwart, also die frühen Dreißigerjahre. Die <em>Inconnue </em>heißt bei ihm Madeleine Lavin, ist Waise und kommt aus der französischen Provinz. Sie will nach Paris und dort ein kleines Modegeschäft eröffnen. In Marseille lernt sie aber einen englischen Adeligen kennen &#8211; Lord Thomas Vernon Bentick. Der hat gerade seine Verlobte in Marseille zum Schiff nach Ägypten gebracht, wo auch er selbst bald seinen Dienst als englischer Diplomat anzutreten hat. In der Zwischenzeit lässt er sich mit Madeleine ein, wobei natürlich beide auf ihrem Weg nach Paris immer in getrennten Hotelzimmern übernachten. Nach einigen glücklichen Wochen, erst auf einer Reise durch Frankreich, dann in Paris, reist der Lord ohne Madeleine nach Ägypten ab, und diese steigt in die Seine:</p>
<blockquote><p>Madeleine Lavin fühlte die Wellen nicht, sank langsam unter, sah die Mutter; [...] aber dann nahm Thomas sie in seine Arme.</p>
<p>&#8222;Ja, Thom, ich bin&#8217;s &#8230; ich komme!&#8220; -</p>
<p>Ihr Antlitz lächelte verklärt als man sie fand.</p></blockquote>
<p>Das ganze ist mit knapp 60 Seiten recht kurz und an einem Abend zu lesen. Literarisch ist die Geschichte sicherlich nicht als der Weltliteratur zugehörig anzusehen. Muschler behauptet die Geschehnisse nur; der Leser mag ihm nicht so recht glauben. Interessant ist die Novelle aber doch, da man eine Menge lernt über das Bild, das man sich vor einem Dreivierteljahrhundert davon machte, was Frauen tun und was Frauen nicht tun.</p>
<p>(Bildquelle: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Inconnue.jpg" target="_blank">Wikimedia</a>)</p>
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		<title>Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen (1000 Bücher: 3)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 19:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman, Zürich 1958.
&#8222;Das Versprechen&#8220; ist ein verstörendes Buch, weil die Erwartung des Lesers an einen Kriminalroman &#8211; Gerechtigkeit &#8211; nicht erfüllt wird. Am Ende, so erfährt man durch die vorgeschaltete Rahmenhandlung schon gleich am Anfang, scheitert Kommissar Matthäi und findet den Mörder nicht, und scheitert zudem auch persönlich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=356&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423013907?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3423013907" target="_blank"><em><em>Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman, Zürich 1958.</em></em></a></p>
<p>&#8222;Das Versprechen&#8220; ist ein verstörendes Buch, weil die Erwartung des Lesers an einen Kriminalroman &#8211; Gerechtigkeit &#8211; nicht erfüllt wird. Am Ende, so erfährt man durch die vorgeschaltete Rahmenhandlung schon gleich am Anfang, scheitert Kommissar Matthäi und findet den Mörder nicht, und scheitert zudem auch persönlich an diesem letzten Fall seiner Karriere.</p>
<p>Es geht um eine Mordserie an kleinen Mädchen. Ein Mann hatte sich offenbar mit kleinen Geschenken das Vertrauen der Kinder erschlichen und sie dann schließlich ermordet. Im neuesten Fall dieser Mordserie ist ein Täter in Form eines vorbestraften und geständigen Hausierers schnell zur Hand. (Auch ihm widerfährt übrigens keine Gerechtigkeit.) Doch Matthäi glaubt nicht an dessen Schuld und sucht, gegen den Widerstand seines Vorgesetzten und seiner Kollegen, weiter nach dem Täter, wobei er seine ganze Karriere riskiert und schließlich alles verliert. Dürrenmatt erzählt diese Geschichte sehr unprätentiös und ruhig. Am Ende, wenn man gar nicht mehr damit rechnet, erfährt zumindest der Leser die Wahrheit.</p>
Posted in 1000 Bücher  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tapastalatukat.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tapastalatukat.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tapastalatukat.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tapastalatukat.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tapastalatukat.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tapastalatukat.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tapastalatukat.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tapastalatukat.wordpress.com/356/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tapastalatukat.wordpress.com/356/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tapastalatukat.wordpress.com/356/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=356&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wibke Bruhns: Meines Vaters Land (1000 Bücher: 2)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 08:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tapastalatukat.wordpress.com/?p=323</guid>
		<description><![CDATA[Wibke Bruhns: Meines Vaters Land. Geschichte einer deutschen Familie, Berlin 2004.
Wibke Bruhns Vater, Hans Georg Klamroth, Reserveoffizier der Wehrmacht, wurde am 26. August 1944 hingerichtet, weil er vom gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wusste, aber nichts dagegen unternommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war Bruhns noch ein kleines Kind; sie hat keinerlei Erinnerung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=323&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548367488?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3548367488" target="_blank"><em>Wibke Bruhns: Meines Vaters Land. Geschichte einer deutschen Familie, Berlin 2004.</em></a></p>
<p>Wibke Bruhns Vater, Hans Georg Klamroth, Reserveoffizier der Wehrmacht, wurde am 26. August 1944 hingerichtet, weil er vom gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wusste, aber nichts dagegen unternommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war Bruhns noch ein kleines Kind; sie hat keinerlei Erinnerung an ihren Vater. In diesem Buch versucht sie, die Geschichte ihrer Familie und ihres Vaters aufzuarbeiten.</p>
<p>Bruhns setzt früh an. Die Familiengeschichte des Halberstädter Klamroth-Clans ist offenbar seit Mitte des 19. Jahrhunderts gut überliefert, und Bruhns erzählt somit nicht nur die Geschichte von Hans Georg (den sie &#8222;HG&#8220; nennt), sondern auch schon von dessen Vater &#8211; ihrem Großvater &#8211; Kurt. Somit liegt der Fokus gar nicht, wie man vielleicht vermuten mag, auf dem Zweiten Weltkrieg und der Hinrichtung des Vaters. Der Zweite Weltkrieg wird kaum umfangreicher beschrieben als der Erste.</p>
<p>Dieses Gleichgewicht ist die Stärke des Buches. Nach und nach verdichtet sich die Erzählung Bruhns zu einem Sittengemälde einer deutschen Familie des gehobenen Bürgertums, ihrer Verwicklung in die deutsche Geschichte, ihrer Mitschuld an Nationalsozialismus und Holocaust.</p>
<p>Eine Eigenschaft des Buches, die man als Schwäche verstehen kann, ist es hingegen, dass Bruhns sehr vieles, was sie über ihre Vorfahren berichtet, kommentieren oder verurteilen muss. Dadurch nimmt sie dem Erzählten einen Teil der Wirkung, die ohne diese Kommentare und Verurteilungen ungleich stärker gewesen wäre. Gleichzeitig macht dieses Sich-in-Beziehung-Setzen zur eigenen Familiengeschichte natürlich das Hauptanliegen der Autorin aus. Sie will nicht nur berichten, sie will verstehen und sie will werten. Am Ende ist Bruhns doppelt betrogen worden um ihren Vater. Weder war er im Widerstand tätig, noch hat er den Nationalsozialismus überlebt.</p>
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		<title>Günter Grass: Katz und Maus (1000 Bücher: 1)</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 14:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tapastalatukat</dc:creator>
				<category><![CDATA[1000 Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Günter Grass: Katz und Maus. Eine Novelle, Berlin (West) 1961.
Eigentlich hielt und halte ich nicht viel von Günter Grass. Seine oberlehrerhafte Art und sein Anspruch, für alle im Lande als moralische Instanz dazustehen, stieß mich schon immer ab, lange bevor bekannt wurde, dass Grass selbst auch bei der SS war.
Trotzdem habe ich jetzt ein Buch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tapastalatukat.wordpress.com&blog=3989842&post=35&subd=tapastalatukat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423118229?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3423118229%22%3E" target="_blank"><em>Günter Grass: Katz und Maus. Eine Novelle, Berlin (West) 1961.</em></a></p>
<p>Eigentlich hielt und halte ich nicht viel von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Grass" target="_blank">Günter Grass</a>. Seine oberlehrerhafte Art und sein Anspruch, für alle im Lande als moralische Instanz dazustehen, stieß mich schon immer ab, lange bevor bekannt wurde, dass Grass <a href="http://www.faz.net/s/Rub501F42F1AA064C4CB17DF1C38AC00196/Doc~E4E61DA913E954EAEA41518E564AD5375~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">selbst auch bei der SS</a> war.</p>
<p>Trotzdem habe ich jetzt ein Buch von ihm gelesen: <a href="//www.amazon.de/gp/product/3423118229?ie=UTF8&amp;tag=sebastiangalk-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3423118229&quot;&gt;" target="_blank">Katz und Maus</a>, zweiter Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Danziger_Trilogie" target="_blank">Danziger Trilogie</a>. Schon vor einigen Jahren hatte ich eine vergilbte und zerfledderte, aber vollständige rororo-Ausgabe (gedruckt 1963) auf dem Flohmarkt für ein paar Pfennige gekauft. Seitdem stand sie bei mir im Regal und erst jetzt kam ich dazu, Katz und Maus zu lesen.</p>
<p>Ein Grund, warum ich solange gewartet habe, war der Anfang des Buches:</p>
<blockquote><p>&#8230; und einmal, als Mahlke schon schwimmen konnte, lagen wir neben dem Schlagballfeld im Gras. Ich hätte zum Zahnarzt gehen sollen, aber sie ließen mich nicht, weil ich als Tickspieler schwer zu ersetzen war. Mein Zahn lärmte. Eine Katze strich diagonal durch die Wiese und wurde nicht beworfen. Einige kauten oder zupften Halme.</p></blockquote>
<p>Ein Buch, das mit &#8222;&#8230; und einmal&#8220; anfing, fand ich merkwürdig, und ich war mir vor allem nicht sicher, ob nicht eine Seite in meinem Exemplar verlorengegangen war. Jahrelang nahm ich mir vor, wenn ich mal in einer Buchhandlung wäre, nachzusehen, ob meine Ausgabe vollständig wäre oder nicht. Ich dachte sogar ein- oder zweimal in den letzten Jahren daran, als ich in einer Buchhandlung war, vergaß jedoch dann zu Hause, es mit meinem Buch zu vergleichen.</p>
<p>In der Tat kommt der Anfang mit &#8222;&#8230; und einmal&#8220; an verschiedenen Stellen im Buch vor. Grass geht es offenbar um die Art und Weise, wie wir uns erinnern, und wie man sich 1961 an den Zweiten Weltkrieg erinnerte.</p>
<p>Nun aber habe ich Katz und Maus gelesen, und ich muss sagen: Es ist ein gutes Buch. Vor allem wirkt es auch heute, 47 Jahre nach Erstveröffentlichung (1961), noch überraschend zeitgemäß, überhaupt nicht angestaubt, an vielen Stellen sogar geradezu provokant und frech. Nicht umsonst sollte das Buch damals sogar auf dem Index landen.</p>
<p>Das Buch spielt im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Danzig" target="_blank">Danzig</a> des Zweiten Weltkriegs. Die Jungen verbringen ihre Zeit damit, auf die Ostsee raus zu einem halb versunkenen polnischen Kriegsschiff zu schwimmen und von dort interessante Souvenirs mitzubringen. Überhaupt macht sich das Buch gut als Ferien-Sommer-Lektüre; es vermittelt das Gefühl eines entspannten Sommers am Danziger Ostseestrand.</p>
<p>Der stärkste der Halbstarken wird nur seinem Nachnamen nach vorgestellt und heißt Mahlke. Der Erzähler des Romans beschäftigt sich vor allem mit ihm und was mit zwischen ihm und Mahlke passierte, als der Krieg mehr und mehr Teil ihres Lebens wurde. Über den weiteren Inhalt will ich hier nicht zu viel sagen, um die Spannung nicht zu zerstören, nur soviel: Wie Grass das weitgehend vom Krieg unberührte (oder besser: unberührt scheinende) Alltagsleben in Danzig verwebt mit den grausamen Ereignissen und Erlebnissen des Zweiten Weltkriegs, fand ich brilliant. Definitiv also eine Leseempfehlung.</p>
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